Welche Technik braucht man als Freelancer im Homeoffice?

Welche Technik braucht man als Freelancer im Homeoffice?

Corona hat das Homeoffice salonfähig gemacht. Auch viele Freelancer arbeiten mittlerweile öfter von zuhause aus, als beim Auftraggeber vor Ort. Wenn das auch auf dich zutrifft, solltest du unbedingt weiterlesen. Wir verraten dir, welche Technik du unbedingt brauchst, damit du in den eigenen vier Wänden erfolgreich bleibst.

My Homeoffice, my Castle?

Bevor wir darüber sprechen, welche technischen Gimmicks du brauchst, solltest du dir überlegen, wo du sie hinstellen willst. Heimarbeit am Küchentisch, während zwei Kinder und der Hund drum herum toben, hält wohl keiner lange aus! Diese Option eignet sich höchstens für Singles. Wer nicht alleine lebt, braucht in jedem Fall einen ruhigen Raum mit abschließbarer Tür. Wenn du nur gelegentlich vom Homeoffice aus arbeiten willst, reicht vielleicht schon eine Arbeitsecke im Schlafzimmer.

Falls das Homeoffice aber der Normalfall werden soll, fällt dir schnell die Decke auf den Kopf, wenn Schlafen und Arbeiten im gleichen Raum stattfinden. In diesem Fall solltest du dir eine Wohnung suchen, in der du dir ein eigenes Arbeitszimmer einrichten kannst. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, dir irgendwo einen Arbeitsraum anzumieten. In größeren Städten gibt es dafür spezielle Coworking-Spaces oder die Möglichkeit, sich einen Schreibtisch in einer bereits bestehenden Arbeitsgemeinschaft zu mieten. Das ist oft die preisgünstigste Lösung.

Ergonomie macht fleißig

Nicht nur Lärm stört die Konzentration. Nach zwölf Stunden am Schreibtisch lassen sich Verspannungen kaum vermeiden. Wenn dir Schultern und Rücken aber schon nach zwei oder drei Stunden wehtun, hast du dich beim Inventar vergriffen. Wer regelmäßig vom Homeoffice aus arbeiten will, braucht einen bequemen Stuhl und einen ergonomischen Schreibtisch. Letzterer sollte nicht nur genug Arbeitsfläche bieten, sondern vor allem höhenverstellbar sein.

Sofern du sehr viel mit dem Computer arbeitest, lohnt sich ebenfalls eine Investition in eine schräg stellbare Schreibtischplatte. Wenn du beim Blick auf den Bildschirm nicht immer nur leicht nach unten, sondern abwechselnd auch leicht nach oben schauen kannst, entspannt das die Nackenmuskulatur und beugt Rückenschmerzen vor. Letzteres kann auch ein guter Schreibtischstuhl, der neben Rollen und Armlehnen ebenso über eine flexible Rückenlehne verfügen sollte.

Leg dir außerdem ein paar kleine Hanteln bereit, mit denen du zwischendurch kurze Lockerungsübungen machen kannst. Das ist nicht nur gut für die oberen Bandscheiben, sondern bringt auch die Oberarme in Form. Du wirst sehr schnell feststellen, dass du deutlich produktiver bist, wenn du gut sitzt und zwischendurch kurze Lockerungsübungen durchführst.

Drucker, Kopierer und Co.

Unsere Welt wird immer digitaler. Drucker und Kopierer haben noch nicht ausgedient, trotzdem solltest du realistisch überlegen, wie oft du tatsächlich noch physische Dokumente generierst und ob diese dann nur für den Hausgebrauch gedacht sind oder für den Kunden. Ein Texter im Homeoffice hat hier ganz andere Bedürfnisse, als eine Buchhalterin, die jeden Monat hunderte von Belegen verarbeitet. Wenn du nur mit Behörden auf altmodische Art und Weise korrespondierst und ansonsten höchstens noch mal einen Vertrag ausdruckst, lohnt es sich nicht, viel Geld für technische Geräte auszugeben. Ein preisgünstiges Kombigerät*, das drucken, kopieren, scannen und zur Not ein Fax versenden kann, reicht dann völlig aus. Solche Geräte gibt es bereits ab 150 Euro, ohne Faxfunktion sind sie sogar noch deutlich günstiger. Wer viel und regelmäßig druckt oder kopiert, wird mit dieser günstigen Alternative aber bestimmt nicht glücklich und sollte besser in professionelle Geräte, die für gewerbliche Zwecke konzipiert wurden, investieren.  

Welcher Internetzugang ist der richtige?

Ohne Internet geht heutzutage gar nichts mehr. Aber welcher Anschluss ist der richtige, wenn du vom Homeoffice aus arbeiten willst? Die Telekom bewirbt Glasfaser als das Netz der Zukunft. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1.000 MBit pro Sekunde ist es in jedem Fall der Goldstandard in puncto Geschwindigkeit. Glasfaser ist aber auch sehr teuer und zudem noch nicht überall verfügbar. Der gute alte DSL-Anschluss schafft im Vergleich dazu zwar oft nur 2000 KBit/s. Das reicht allerdings vollkommen aus, um im Internet zu recherchieren, an Online-Meetings teilzunehmen oder eine Fernzugriffs-Software zu nutzen. Für sehr viele Tätigkeiten ist superschnelles Internet also kein Muss. Das gilt zwar auch für WLAN, das macht das Arbeiten aber deutlich bequemer und sorgt dafür, dass du bei schönem Wetter auch mal auf dem Balkon oder im Garten produktiv sein kannst.

Welche Technik im Homeoffice braucht man als Freelancer sonst noch?

Das erste Vorstellungsgespräch findet mittlerweile in der Regel online statt. Freelancer auf der Suche nach einem neuen Auftrag kommen oft in dieselbe Situation, weil der potenzielle neue Auftraggeber sie gerne erst einmal per Video kennenlernen möchte. Nach erfolgreicher Akquise sind Videokonferenzen erst recht der Normalfall. Freiberufler sollten deshalb zumindest mit den beiden führenden Tools, Microsoft Teams und Zoom, vertraut sein. Beide Produkte können auch in einer kostenlosen Basisversion genutzt werden. Außerdem zählt auch online der erste Eindruck. Falls dein Rechner keine gute Kamera besitzt, schaffst du dir am besten eine konferenzfähige Webcam* an. Diese sind im Onlinehandel schon für etwa 20 Euro zu erhalten. Ein Ringlicht* für den gleichen Preis lässt die hässlichen Schatten aus dem Gesicht verschwinden und macht dich jünger, attraktiver und dynamischer.

Wenn du vom Homeoffice aus regelmäßig auf Daten deines Auftraggebers zugreifen musst, gibt es neben einem VPN-Zugang auch noch technisch einfachere und bequemere Lösungen. Teste doch einfach einmal eine Fernzugriff-Software. Die beiden Marktführer, TeamViewer und AnyDesk, kannst du kostenlos ausprobieren.

Mobiles Arbeiten

Bevor die Corona-Maßnahmen unser Leben extrem einschränkten, gab es unter jungen, ungebundenen Leuten einen neuen Trend: Leben und Arbeiten im Auto. Das könnte bald wieder in Mode kommen. Falls du auch davon träumst, dein Büro in einen Camper zu verlegen, solltest du dich rechtzeitig um die nötige technische Ausstattung kümmern. Richtig wichtig sind zwei Handys, davon muss wenigstens eines über 4G-Technologie (LTE) verfügen. Du kannst das LTE-Handy dann als Modem nutzen und hast nahezu überall schnelles Internet. Mit dem zweiten Handy kannst du telefonieren, während du surfst. Letzteres ist gerade in Verbindung mit einer Fernzugriff-Software sehr praktisch und rettet deine Video-Konferenz, wenn es plötzlich Probleme mit dem Ton gibt.

Auch ein kleiner Reisedrucker und ein handlicher Flachscanner mit Kopierfunktion sollten mit an Bord. Damit für die technischen Geräte auch immer genug Strom vorhanden ist, investierst du am besten in eine leistungsfähige Powerbank*. Mittlerweile gibt es bereits kleine Geräte unter fünf Kilogramm, die weniger als 100 Euro kosten. Einige dieser Tools sind richtig clever und halten nicht nur die Büroelektronik am Laufen, sondern können im Notfall sogar deinem Fahrzeug Starthilfe geben. Natürlich retten sie auch einen Arbeitstag, wenn zuhause mal der Strom ausfällt!


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