Im Homeoffice arbeiten: 10 Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest!

Gehörst du zu den Menschen, welche die Vorteile des Homeoffice genießen und sich über die neu gewonnene Flexibilität freuen? Oder vermisst du den Kontakt zu deinen Kolleginnen und die Motivation durch das Teamwork? Tatsächlich hat im Homeoffice arbeiten eine Reihe von Pluspunkten, die es attraktiv für viele Menschen machen. In der Praxis stellt sich allerdings manchmal heraus, dass es nicht so recht klappen will und die Work-Life-Balance leidet. Einige wichtige Basics sind zu beachten, damit das Homeoffice produktiv und sicher abläuft. Hier erfährst du, welche Fehler du vermeiden solltest, um nicht in die häufigsten Fallen zu tappen.

1. Kein fester Tagesablauf

Im Büro ist meistens eine zeitliche Struktur vorgegeben. Zu Hause fallen diese Fixpunkte weg, und man verfällt schnell in ungünstige Gewohnheiten. Arbeit und Privates fangen an, sich zu vermischen. Versuche daher, deinen Tag auch im Homeoffice gut einzuteilen.

Halte dich nach Möglichkeit an die gewohnten Arbeitszeiten und Pausen. Frühstücke zur üblichen Zeit und kleide dich, als wenn du ins Büro gehen würdest. Eine feste Mittagspause, vielleicht mit ein paar Schritten an der frischen Luft, gibt im Homeoffice neuen Schwung und Konzentration. Auch daheim ist der Feierabend ein wichtiger Fixpunkt und hilft dir, geistig von Büro auf Freizeit umzuschalten.

2. Kein eigener Arbeitsplatz im Homeoffice

Nicht jeder hat einen eigenen Raum fürs Homeoffice zur Verfügung. Trotzdem lässt sich mit etwas Kreativität ein Bereich finden, wo du Arbeit und Privates trennen kannst. Sitzt du mitten im Geschehen, ist die Versuchung größer, sich ablenken zu lassen.

Such dir daher einen ungestörten Bereich, der räumlich vom Rest der Wohnung getrennt ist. Oft reicht schon eine abgeteilte Ecke im Wohnzimmer oder Schlafzimmer. Achte auf einen ergonomischen Stuhl und gute Beleuchtung. Noise-Cancelling-Kopfhörer blenden Umgebungsgeräusche aus und verschaffen dir eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre.

Mit der geeigneten Einrichtung wie einer Trennwand, einem Regal und einem ordentlichen Ablagesystem kannst du alles nach Feierabend unsichtbar verstauen. 

3. Technische Updates vernachlässigen

Die technische Ausrüstung fürs Homeoffice wie Laptop, Handy usw. erhältst du von deinem Arbeitgeber. Die Geräte benötigen regelmäßige Updates, um im laufenden Betrieb sicher zu bleiben. Normalerweise ist der IT-Verantwortliche des Arbeitgebers dafür zuständig. Manches kann per Fernwartung erledigt werden. Fährst du zwischendurch ins Büro, kannst du die Updates dort durchführen lassen. 

4. Mangelhafte IT-Sicherheit

Im Homeoffice sind der Umgang mit sensiblen Daten und die Firmenkommunikation anfälliger für Zugriffe von außen. Daher empfiehlt sich die Nutzung eines gemeinsamen VPN (Virtuelles Privates Netzwerk) für die Kommunikation mit den Kollegen. Die Verbindung ist dabei verschlüsselt, und der Datenaustausch bleibt innerhalb des eigenen Netzwerkes. Bei der Einrichtung des VPN kann ebenfalls der IT-Verantwortliche des Unternehmens weiterhelfen. 

5. Ständig erreichbar sein

Die modernen Tools für digitale Kommunikation sind enorm hilfreich. Häufige Unterbrechungen durch aufploppende Fenster und Chats stören jedoch die Konzentration. Auch wenn es sich nur um eine kurze Frage handelt, ist die Aufmerksamkeit dahin und der Stresspegel steigt. 

Erlaube dir daher ruhig eine Auszeit von der ständigen Verfügbarkeit und schalte Tools wie Zoom und Skype phasenweise ab. Hast du eine Aufgabe zu erledigen, die deine ganze Konzentration fordert, dann checke deine E-Mails erst nach Abschluss der Tätigkeit. Du bist wesentlich produktiver, wenn du mit deiner Aufmerksamkeit bei einer Sache bleibst.

Nach Feierabend musst du außerdem nicht mehr erreichbar sein. Falls es doch einmal mehr zu tun gibt, gelten die üblichen Regeln für mehr geleistete Stunden.

6. Unterbrechungen durch Kinder

Im Homeoffice arbeiten und Kinder betreuen ist ein echter Kraftakt. Nach Schule oder Kindergarten wünschen sich die Kleinen die Zuwendung der Eltern. Sie müssen lernen, dass diese nun nicht mehr ständig verfügbar sind.

Natürlich spielt das Alter der Kinder eine wichtige Rolle. Älteren Kindern kann man beibringen, dass sie ihre Eltern eine gewisse Zeit nicht stören dürfen. Danach gibt es eine Pause, in der Mama oder Papa für sie wieder erreichbar sind. Empfehlenswert ist, einen Plan für Arbeit und Spielpausen mit den Kindern gemeinsam zu erstellen und zu besprechen. 

7. Keine Zeit fürs Mittagessen nehmen

Die Mittagspause strukturiert deinen Arbeitstag und gibt Kraft für einen produktiven Nachmittag. Nebenbei vor dem Bildschirm ein hastiger, ungesunder Imbiss ist keine gute Idee. Du füllst vielleicht deinen Magen, aber Energie tankst du damit nicht.

Nimm dir auch im Homeoffice Zeit für ein gesundes Mittagessen. Die Mahlzeiten kannst du vorkochen oder morgens vorbereiten. Gesunde Snacks wie Obst, Nüsse und Gemüse versorgen dich zwischendurch mit neuem Schwung.

Nach dem Essen ein paar Schritte an der frischen Luft oder ein Kaffee auf dem Balkon machen den Kopf frei, und du startest erfrischt in die zweite Tageshälfte.

8. Zu wenig Kontakt mit Kollegen

Nicht jeder ist dafür geschaffen, den ganzen Tag allein zu Hause zu verbringen. Gesellige Menschen leiden im Homeoffice häufig unter der fehlenden Ansprache und dem sozialen Austausch. Sind Teile des Teams im Büro, während andere im Homeoffice arbeiten, können sich letztere leicht abgekapselt fühlen.

Ein wenig Abhilfe schaffen hier zwanglose Online Meetings mit Arbeitskollegen, um gemeinsam Kaffee zu trinken, zu plaudern und sich auszutauschen. Solche regelmäßigen Online Begegnungen sind anfangs ein wenig ungewohnt. Sie helfen jedoch, das Gemeinschaftsgefühl zu erhalten und auch abseits der Arbeit in Kontakt zu bleiben.

9. Pausen und Feierabend übergehen

Die flexible Zeiteinteilung im Homeoffice kann sich schnell zu einem Nachteil entwickeln. Das motivierende Umfeld aus dem Büro fällt weg, und man beginnt, Aufgaben vor sich herzuschieben. Schlussendlich hat man tagsüber zu wenig erledigt und findet sich noch abends vor dem Bildschirm. 

Gewöhne dir daher an, nach Plan zu arbeiten und Zeitmanagement Techniken zu verwenden. Eine übersichtliche To-do-Liste hilft, Aufgaben zu erfassen und nach Dringlichkeit zu sortieren. Anschließend kannst du die Aufgaben der Reihe nach abarbeiten. Jeder abgehakte Punkt verschafft ein gutes Gefühl!

10. Keine Zeit im Freien verbringen

Fallen der Arbeitsweg und Außentermine weg, bewegt man sich im Homeoffice nur noch zwischen Bett, Bürotisch und Sofa. Der tägliche Weg ins Büro ist zeitraubend, befördert einen aber zumindest nach draußen und bringt andere Eindrücke als die eigenen vier Wände. Um den Kopf frei zu kriegen und an die frische Luft zu kommen, solltest du daher deine Wohnung ein bis zweimal täglich verlassen. Ein flotter Spaziergang oder eine Runde Joggen beleben und regen den Kreislauf an, und die Konzentration auf den Job fällt danach umso leichter.

Fazit: Reibungslos und effizient im Homeoffice arbeiten ist möglich

Wer möglichst problemlos daheim arbeiten will, muss einiges beachten. Verfügst du über einen strukturierten Tagesablauf, eine gute Kommunikation und eine professionelle Büroeinrichtung, dann wird die Arbeit im Homeoffice zur bewährten Routine.

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